Tennisregion Bielefeld-Lippe

Aus den Tenniskreisen Bielefeld und Lippe ist die Tennisregion Bielefeld-Lippe geworden. Damit greift die Strukturreform des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) im Tennisbezirk Ostwestfalen-Lippe. Dort wird es zukünftig anstelle der acht Tenniskreise – Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter-Warburg, Lippe, Lippstadt, Minden-Lübbecke und Paderborn – vier Tennisregionen geben. Aus diesem Grund kamen im Bielefelder Runkelkrug über 80 Vereinsvertreter aus 31 Vereinen zusammen, um die neue Tennisregion Bielefeld-Lippe ins Leben zu rufen und den Tennissport zukünftig gemeinsam voranzubringen.


(V. l.) Axel Seemann, Peter Mrasek, Moritz Martin und Jürgen Rühle stehen für die neue Tennisregion Bielefeld-Lippe. Foto: MISPRESS PR-Agentur

Jürgen Rühle, Koordinator Sport aus Lippe, begrüßte die Teilnehmer, die sich, so seine Ausführungen, in 2018 noch nicht auf große Veränderungen einstellen müssen. Am Ende der Sommersaison aber soll es mit der ersten Regionmeisterschaft im Doppel und Mixed das erste gemeinsame Tennis-Highlight für Bielefelder und Lippische Tennisbegeisterte geben. „In 2019 werden wir dann erstmals auch Einzelmeisterschaften der Tennisregion Bielefeld-Lippe ausrichten“, so Jürgen Rühle.

Im Mannschaftsspielbetrieb werden sich bei zu wenigen Teams in einer Altersklasse und in einer Spielklasse die Bielefelder und Lippischen Vereine in einer Gruppe aufschlagen. „Das ist ein Prozedere, das wir in letzter Zeit bereits mit Erfolg praktiziert haben. Kleine Gruppengrößen werden so vermieden und jede Mannschaft hat in der Saison eine angemessene Anzahl an Spielen“, erklärt Axel Seemann, Koordinator Sport in Bielefeld.

Durch die Zusammenlegung der beiden Tenniskreise Bielefeld (25 Vereine mit 5.257 Mitgliedern) und Lippe (33 Vereine mit 4.450 Mitgliedern) spielen aktuell insgesamt 9.707 Tennisbegeisterte in 58 Vereinen. „Unser Ziel ist es, die Marke von 10.000 Mitgliedern in unseren Tennisvereinen zu knacken“, hofft Axel Seemann.

Dabei baut die Tennisregion Bielefeld-Lippe neben Jürgen Rühle und Axel Seemann auch auf die beiden Koordinatoren Jugend, Moritz Martin (Bielefeld) und Peter Mrasek (Lippe), die Ansprechpartner in allen Belangen der tennisspielenden Mädchen und Jungen sind. „Gern begrüßen wir aber auch noch weitere Tennis-Enthusiasten in unseren Reihen. Hilfe können wir immer gebrauchen“, ruft Jürgen Rühle die Vereinsverantwortlichen auf, an der Gestaltung der neuen Tennisregion mitzuwirken.

Bronzene Ehrennadel an Hans Peter Scharpenberg

Auf dem Infotag des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe galt es einen Menschen zu ehren, der sich durch sein langjähriges und erfolgreiches Engagement als 1. Vorsitzender der Tennisabteilung von Rot-Weiß Mastholte um den Tennissport verdient gemacht hat. Elmar Schlüter, Vizepräsident Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV), und Guido Volkhausen, 1. Vorsitzender des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe, überreichten Hans Peter Scharpenberg die vollauf verdiente Bronzene Ehrennadel des WTV.

Wenn nicht Hans Peter Scharpenberg (Mitte) die Bronzene Ehrennadel des Westfälischen Tennis-Verbandes verdient hat, wer dann? 31 Jahre ist er nun 1. Vorsitzender der Tennisabteilung von Rot-Weiß Mastholte. Aus den Händen von Elmar Schlüter (Vizepräsident Marketing und Öffentlichkeitsarbeit des Westfälischen Tennis-Verbandes, rechts) und Guido Volkhausen (1. Vorsitzender des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe) erhielt er nun diese Auszeichnung für sein sensationelles Engagement. Foto: MISPRESS PR-Agentur

Infotag des Tennisbezirks

Über 60 Vereinsvertreter waren zum Infotag des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe nach Stukenbrock gekommen. Wissenswertes über den neuen Tennisball „WTV Tour“, über das neue Scouting-System sowie über die Vereinsentwicklungsangebote des Westfälischen Tennis-Verbandes (WTV) gab es zu erfahren. Darüber hinaus wurde über die Terminierung der Mannschaftsspiele und Mannschaftsgrößen auf Bezirksebene informiert.

Einen lebhaften und interessanten Bezirksinfotag gestalteten (v. l.) Waldemar Braun (Koordinator Sport im Tennisbezirk Ostwestfalen-Lippe), Rieke Sautmann (Tennis-Point), Marco Höttinger (Verbandsstützpunkttrainer des Westfälischen Tennis-Verbandes) und Guido Volkhausen (Vorsitzender des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe). Foto: MISPRESS PR-Agentur

Elmar Schlüter, WTV-Vizepräsident Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, bezeichnete den Tennisbezirk Ostwestfalen-Lippe als feste Größe in Deutschland. Dies liegt zum einen an den großen Turnieren Gerry Weber Open, Reinert Open und dem Nationalen Deutschen Jüngsten-Turnier, zum anderen aber auch an den zahlreichen Leistungsklassenturnieren, die in dieser Region ausgetragen werden. Die Ostwestfalen können aber nicht nur Turniere hervorragend organisieren, sie spielen auch selbst sehr gutes Tennis. So grüßen Blau-Weiss Halle bei den Herren und der TV Espelkamp-Mittwald bei den Herren 30 und Herren 75 als Deutsche Mannschaftsmeister 2017. „In Deutschland sicherlich einmalig ist auch die Tatsache, dass mit den Herren vom Bielefelder TTC, vom Tennispark Versmold und vom TuS Sennelager in der kommenden Sommersaison 2018 gleich drei Teams aus einer Region in der 2. Bundesliga aufschlagen“, erklärte Elmar Schlüter.

Guido Volkhausen, 1. Vorsitzender des Tennisbezirks Ostwestfalen-Lippe, zog ein positives Jahresfazit: „Wir sind bei der Strukturreform, die der WTV mit seinen Bezirken angegangen ist, ein gutes Stück vorangekommen. Jetzt gilt es, aus den acht Tenniskreisen vier Tennisregionen entstehen zu lassen.“ So soll es zukünftig die Regionen „Bielefeld/Lippe“, „Gütersloh/Lippstadt“, „Herford/Minden-Lübbecke“ und „Höxter-Warburg/Paderborn“ geben.

Waldemar Braun, Koordinator Sport im Tennisbezirk Ostwestfalen-Lippe, gab Einblicke in die Termingestaltung eines Tennisjahres auch im Vergleich zu den anderen Tennisbezirken im WTV. Die Mannschaftsspiele werden im Jahr 2018 wieder vor den Sommerferien ausgetragen. „Das ist die beste Lösung. Schwieriger wird es, wenn die Sommerferien sehr früh liegen. Dann müssen wir überlegen, ob wir die Mannschaftsspiele nach den Sommerferien fortsetzen“, wies Waldemar Braun auf ein mögliches anderes Szenario hin. Die Mannschaftsstärke war ein weiteres Thema des Koordinators Sport des Tennisbezirks. Größtenteils wird auf Bezirksebene mit 6er-Mannschaften gespielt. Auf Kreisebene gibt es aber auch bereits Altersklassen, die mit 4er-Teams antreten. Dies könnte in Zukunft häufiger der Fall sein, sofern die Vereine bzw. Mannschaften dies möchten.

Lutz Rethfeld, WTV-Vizepräsident Wettkampfsport Erwachsene, ergänzte die sportlichen Ausführungen mit den ersten Erkenntnissen aus der Umfrage des Deutschen Tennis Bundes (DTB) zum Leistungsklassensystem. Die endgültigen Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2018 veröffentlicht. Der DTB arbeitet aktuell zudem an einer einheitlichen Wettspielordnung für ganz Deutschland.

Rieke Sautmann, Key Account bei Tennis-Point, stellte den neuen Spielball im Bereich des WTV vor. Ab dem 1. Januar 2018 ist der „WTV Tour“ offizieller Spielball in allen Altersklassen und Ligen innerhalb des Westfälischen Tennis-Verbandes. Haltbar, kontrollierbar, wasserresistent – so die Attribute, die dem neuen Ball zugeschrieben werden. Als Partnerverein von Tennis-Point erhalten die Vereine den Ball zu günstigeren Konditionen. Infos dazu gibt es bei Rieke Sautmann via Mail an keyaccount@tennis-point.de.

Marco Höttinger, WTV-Verbandsstützpunkttrainer, beschrieb das neue WTV-Scouting-System: „Die Scouts müssen mit Herzblut agieren, sie müssen Kinder gernhaben. In Ostwestfalen-Lippe haben wir gute Scouts gefunden, so dass wir zuversichtlich sind, die förderungswürdigen Talente zu entdecken.“

Torsten Vogel, WTV-Jugendbildungsreferent, präsentierte zum Abschluss des Infotages drei Aktionen des WTV zur Vereinsentwicklung. Bei der WTV-Vereinsberatung können die Vereinsvertreter Hilfestellungen für ihre Arbeit erhalten, um ihren Verein voran zu bringen. Besonders begrüßt der WTV das Engagement junger Menschen für ihren Verein und verleiht seit 2016 den WTV-Young Generation Award. Dazu und zum Mixed der Generationen beantwortet Torsten Vogel als Ansprechpartner unter der Rufnummer 0 23 07 / 92 46 0-13 in der WTV-Geschäftsstelle die Fragen der Vereine.

Nachdem Guido Volkhausen den offiziellen Teil des Infotages beendet hatte, nutzten die Vereinsvertreter die Gelegenheit für diverse Gespräche. „Der Austausch mit den Vereinen ist uns sehr wichtig und der Infotag hat diesen Austausch weiter verbessert“, zeigte sich der Bezirksvorsitzende am Ende sehr zufrieden.

Fotos zum Infotag gibt es in Kürze.

Die Einladung und die entsprechende Agenda finden Sie hier zum Download:
Einladung_Bezirksinfotag_2017